Ute’s Hundeparadies: „Ruhe macht schlau“

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Ute Echtle mit ihren Hunden Cat und Bode
Viele Menschen haben einen Hund, aber nur die wenigstens wissen, wie sie mit ihm richtig umgehen. Ute Echtle bietet in ihrem Hundeparadies in Gengenbach nicht nur eine Pension für Hunde an, sondern bildet auch Begleithunde aus. Was dabei besonders wichtig, hat sie im Interview verraten

20 Jahre lang hat Ute Echtle als Zahnarzthelferin gearbeitet. Für sie war auch eigentlich klar, dass niemals ein Hund ins Haus kommen würde. Doch ihre Töchter und ihr Mann haben sie umgestimmt, mehr unter der Bedingung, dass die zwei sich auch um den Vierbeiner kümmern würden. Als allerdings ihr Mann einen Narren am Hundesport Agility gefressen hatte, dies aber mit ihrem Bernersennenhund nicht wirklich optimal lief, kam eine zweite Fellnase zur Familie Echtle. Bei Ute hingegen wurde der Erhgeiz geweckt, getreu dem Motto: „Was Du kannst, kann ich schon lange und zwar blind und rückwärts.“ Es war die Geburtsstunde einer Liebe, die bis heute anhält.
Sie nahm sich dem Bernersennenhund an und mit ihm auch an Agility-Turnieren teil. Anfangs jedoch eher zur Belustigung der Zuschauer und Punktrichter.
War Ute zunächst noch diejenige, die nie einen Hund wollte, ist sie jetzt die Hundenärrin der Familie geworden. Am 22.2.2002 eröffnete sie ihre Hundepension und – schule und Border-Collie-Zucht „Ute’s Hundeparadies“, wo sie ihre Leidenschaft mit allen Leuten teilen kann. Allem voran teilt sie dort jedoch ihr Wissen und ihre Erfahrung, die sie in jahrelanger Arbeit angesammelt hat.

„Sie bieten außer Agility, Begleithund (VDH), Doggie-fit und Dog-Dance auch die Ausbildung zum Familien-Begleithund an. Was genau versteht man darunter?“

„Es geht dabei einfach um den Grundgehorsam im Alltag. Die Halter lernen, klare Ansagen zu machen. Konsequenz spielt dabei eine ganz große Rolle. Ich sage immer, die Leute sollen ihrem Hund nicht die Möglichkeit geben, Fehlverhalten zu erlernen. Im Prinzip ist die Ausbildung auch nie wirklich abgeschlossen, sondern dauert ein Leben lang an.“

„Was sind die Voraussetzungen für die Ausbildung? Ist jeder Hund dafür geeignet, und noch viel wichtiger, ist jeder Mensch dafür geeignet?“

„Jeder Hund kann daran teilnehmen, aber definitiv nicht jeder Mensch. Es gibt einfach Leute, die können nicht nein sagen. Aber bei der Begleithundeausbildung, oder wie ich immer sage, beim Begleithundetraining, ist es beispielsweise wichtig, dass jedes Kommando nur einmal gegeben wird. Und einmal nein heißt nein. Für das Training benötigt man auch viel Ausdauer, daher ist es eigentlich wichtig, dass das Grundgehorsam schon im ersten Hundejahr beigebracht wird und alles andere ist dann nur noch Wiederholung.“

bode-ute-reif„Wie profitiert die Beziehung zwischen Mensch und Tier von dieser Ausbildung?“

„Durch das intensive gemeinsame Arbeiten wird auf jeden Fall das Vertrauen ineinander gestärkt. Hund und Halter werden ein tolles Team, bei dem vor allem der Spaß im Fokus steht. Die Bindung wird am Anfang aufgebaut und durch gemeinsames Tun und Sachen, die wir zusammen ausprobieren immer mehr gestärkt.“

„Wie bereichern Ihre Hunde ihr Leben und was haben Sie von den Tieren gelernt?“

„Für mich sind meine Hunde vollwertige Familienmitglieder aber sind dennoch Hund geblieben. Die Tiere geben einem einfach unglaublich viel zurück und ich weiß, dass mich meine Hunde nie anlügen. Sie widersprechen nur, wenn ich etwas falsch gemacht habe oder sie mich nicht verstehen (falsche Führung). Außerdem habe ich bei der Arbeit mit Hunden gelernt, dass Ruhe schlau macht. Es bringt nichts, wenn ich aus der Haut fahre, wenn mein Hund vermeintlich etwas falsch macht. Gerade dann muss ich ruhig aber bestimmend reagieren. Vorausschauendes Denken habe ich auch gelernt. Also frühzeitig zu erkennen, was mein Tier vor hat. Ihn zum Beispiel schon bevor er vor hat auf das Sofa zu springen, davon abzuhalten.“

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