Bräuche: Tierische Weihnachten

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Zu Weihnachten gehören Rentiere, wie der Hase zu Ostern. Doch mancherorts spielen andere Tiere auch noch eine wichtige Rolle zum Fest am Jahresende

Dasher, Dancer, Prancer, Vixen, Comet, Cupid, Donner, Blitzen und Rudolph – das sind die neun Rentiere, die den Schlitten von Santa Claus ziehen. Aber wer bitte ist Jólaköttinn?

Bevor diese Frage geklärt wird, geht es erstmal nach Tschechien. Dort gibt es an Weihnachten stets ein opulentes Essen im Kreise der Familie, bei dem es strenge Regeln und Traditionen einzuhalten gilt. Eine dieser vielen Richtlinien kommt den Tieren im Hause allerdings sehr zu Gute: Am Ende des Festmahls werden gemeinsam die Haustiere gefüttert, denn am Heiligen Abend soll niemand hungrig bleiben.

Eine ähnliche Tradition gibt es auch in Finnland. Hier bekommen die Haustiere sogar ihr eigenes Geschenk überreicht. Aber es wird auch an die Tiere außerhalb der Wohnung gedacht. Für die Vögel hängt man beispielsweise extra Futterkugeln mit Sonnenblumenkernen an die Zweige der Bäume.

Weihnachten auf Island: Hexen, Zwerge und eine Katze

Wer Island kennt, weiß auch, dass es das Land der Elfen, Gnome und Trolle ist. Und diese Zauberwesen dürfen auch an Weihnachten nicht fehlen. Bereits am 12. Dezember schickt die böse Hexe Gryla ihre 13 missratenen Zwergenkinder los, um die Menschen zu ärgern. Die kleinen Wichte stiften Unruhe, wo es nur geht. Dabei hat jeder sein eigenes Spezialgebiet. Beispielsweise gibt es Hurðaskellir, der eine Vorliebe für Türen hat, weil es diese in seiner Welt nicht gibt. Wenn also zwischen dem 18. und 31. Dezember eine Tür knallt, weiß man, wer am Werk war…

Wer allerdings glaubt, dass der Spuk mit dem letzten Zwerg ein Ende hat, der irrt. In der Weihnachtsnacht tritt nämlich die fiese Weihnachtskatze Jólaköttinn auf den Plan. Sie ist das Haustier der bösen Hexe und frisst mit Vorliebe faule Menschen. Die Geschichte besagt, dass wer nicht fleißig war und die Wolle der Schafe nicht bis zum Winter gesponnen und zu Kleidung verarbeitet hat, von Jólaköttinn geholt wird. Daher tragen alle Isländer in der Weihnachtsnacht auch meistens neue Kleider.

Wer Isländisch kann, oder sich einfach mal in die Welt der Hexen und Zwerge träumen möchte, kann gerne in dieses Lied reinhören. Die isländische Sängerin Björk hat ein traditionelles Lied über die Weihnachtskatze neu vertont:

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